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Omni-Channel

Patricia Kraft

..., geboren 1988 in Augsburg, studierte Informatik und Multimedia an der Universität Augsburg. Nach dem Erreichen des Masters in diesem Fach stieg sie unmittelbar in die Suchbranche ein und begann 2015 ihre Karriere bei der SHI als Consultant für Search & Big Data. Durch das heterogene Arbeiten an Projekten – sowohl in der Beratung als auch in der Konzeption und Implementierung – erlangte sie einen umfassenden Überblick über alle Projekt-Phasen. Für den SHI-Blog teilt sie ihre Erfahrung aus zahlreichen Projekten in verschiedensten Branchen sowohl aus technischer als auch als aus unternehmerischer Sicht. Lieblingsdateiformat: JSON

Egal wann, egal wo, egal wie

Was Omni-Channel-Commerce für Ihren Online-Shop bedeutet

“Egal wann, egal wo, egal wie“ – so fasst ibi research an der Universität Regensburg die Anforderungen des Omni-Channel-Commerce in ihrer Studie „Status quo und Herausforderungen im Omni-Channel-Zeitalter“ ausdrucksstark zusammen. Die Studie zeigt wie stationärer Handel und Online-Shops mit der Herausforderung umgehen, dass ihre Kunden heutzutage genauso wenig an Ladenöffnungszeiten gebunden sein wollen wie an das Warten auf den Paketdienst mit der Lieferung der Online-Bestellung. Die Verknüpfung digitaler Informationen und Möglichkeiten mit greif- und fühlbaren Warenauslagen ist längst keine Zukunftsmusik mehr. Eine enge Verzahnung der zwei Welten kann dabei die Mängel beider Seiten ausgleichen:

  • Egal wann – wenn das Lieblingsgeschäft in der Innenstadt bereits die Türen geschlossen hat, shoppt der Kunde online weiter, und das am liebsten im Online-Shop desselben Ladens!
  • Egal wo – Produkte online zu recherchieren oder Öffnungszeiten von Geschäften im Internet nachzuschlagen, ist mittlerweile für viele Bestandteil des Shopping-Erlebnisses geworden. Doch warten, bis der Paketdienst Tage später mit dem heiß begehrten neuen Turnschuh an der Tür klingelt? Nein, dann doch lieber den Artikel schnell online reservieren und im nächsten Ladengeschäft abholen!
  • Egal wie – Ob online oder in der Stadt – was zählt ist nicht, wie das Produkt an den Mann oder die Frau kommt, sondern das positive Erlebnis, das er oder sie beim Einkaufen erfährt. Objektive Kriterien können dabei schnell zur Nebensache werden. Ein Kunde entscheidet sich – ganz subjektiv – bei Ihnen zu kaufen, weil er in Ihrem Ladengeschäft gleichermaßen individuell und respektvoll behandelt und beraten wird, wie in Ihrem Online-Shop.

Das „Alles“ (omni, lat. „alles, jeder, ganz“) im Omni-Channel bezieht sich dabei viel weniger darauf, dass alle verfügbaren Kanäle bespielt werden sollten, als dass alle bespielten Kanäle als eine Einheit, eine Marke, ein Unternehmen wahrgenommen werden sollten. Das Ladengeschäft und der eigene Online-Shop sollten untereinander keine Konkurrenten sein, sondern sich gegenseitig unterstützen und fördern. Grundlage für das Vereinen des Online-Shops mit anderen Kanälen sollte stets ein gemeinsamer, vergleichbarer Datentopf sein, der es ermöglicht, die verschiedenen Systeme zueinander in Beziehung zu setzen. Darauf basierend können wichtige Kennzahlen wie beispielsweise Verkäufe, Conversion Rate oder Retourenrate ausgewertet und deren Verbindungen und Einfluss aufeinander analysiert werden.

Wie Click and Collect funktioniert, wo Sie eine verlängerte Ladentheke anbringen können und warum Sie Social Media nicht ignorieren sollten, erfahren Sie in den weiteren Beiträgen dieser Blogserie.

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